Nach einem schönen Erlebnis ist es verlockend, gleich alle Fotos davon zu verschicken, statt vorher eine Auswahl zu treffen. Beim Empfänger sorgt eine ganze Serie an ähnlichen Bildern aber oft eher für Überforderung als für Freude. Ein einzelnes, gut gewähltes Foto wirkt in den meisten Fällen viel stärker.
Vor dem Verschicken lohnt sich daher ein kurzer Blick auf die gemachten Fotos, um das beste davon auszuwählen. Dieses eine Bild sollte den Moment möglichst klar zeigen, ohne dass unnötige Details vom eigentlichen Motiv ablenken.
Weniger schicken, mehr Wirkung erzielen
Diese kurze Auswahl kostet nur wenige Minuten, macht aber einen großen Unterschied in der Wirkung. Ein einzelnes Foto wird meist mit voller Aufmerksamkeit angeschaut, während eine lange Serie schnell nur noch flüchtig durchgeklickt wird, ohne dass ein Bild wirklich in Erinnerung bleibt.
Diese Gewohnheit lohnt sich besonders bei Ausflügen oder Feiern, bei denen viele Fotos auf einmal entstehen. Wird direkt danach eine kleine Auswahl getroffen, bleibt die Botschaft klar, statt in einer Flut ähnlicher Bilder unterzugehen.
Es lohnt sich außerdem, das ausgewählte Foto je nach Empfänger leicht anzupassen, denn nicht jedes Bild passt gleich gut zu jeder Person. Wer beispielsweise mit den Großeltern spricht, wählt vielleicht ein anderes Motiv als für eine Freundin, einfach weil unterschiedliche Menschen an unterschiedlichen Details Freude haben. Diese kleine Überlegung dauert kaum länger, macht das verschickte Foto aber noch persönlicher und passender für die jeweilige Situation. Mit der Zeit entwickelt man ein gutes Gefühl dafür, welches Bild bei wem am besten ankommt. Diese Aufmerksamkeit wird von den Empfängern meist sehr geschätzt, auch wenn sie selten ausdrücklich erwähnt wird.
Wer sich angewöhnt, immer nur das beste Foto zu verschicken, merkt schnell, dass die Reaktionen darauf viel persönlicher ausfallen. Ein einzelnes Bild wirkt bewusst gewählt, während viele Fotos auf einmal oft eher beiläufig wirken.